Modulinhalte StrukturaufstellerIn nach SySt® und Trigon 2017-12-06T15:53:21+00:00

Modul-Inhalte StrukturaufstellerIn
nach SySt® und Trigon

Modul 1: Einführung in die Basiskonzepte des systemischen Denkens und in die Grundhaltung der SySt® und Trigon-Organisationsentwicklung

Wir widmen uns im ersten Modul ersten Aspekten der Syst®-Grammatik und den Trigon-Grundlagen der Trigon-OE-Landkarte und ihrer individuellen Spezifika.

Für Syst® bilden die Basis die vier Hauptwurzeln systemischer Strukturaufstellungen und das Konzept der transverbalen Sprache sowie die repräsentierende Wahrnehmung. Die kurative Verwendung von Prinzipien, Grammatik und Formaten, sowie die Semantik und Syntax und die semantische Reaktionsdifferenzierung stehen im Lern-Fokus erweitert um die Einführung in die SySt®-Grammatik und die Grundlagen der Aufstellungsformate. Eine Kurzeinführung in die Erickson’sche Hypnotherapie, den hypnosystemischen Ansatz (Gunther Schmidt), die Self-Relationsarbeit (Stephen Gilligan) und in der lösungsfokussierten Kurzzeittherapie (Steve DeShazer /Insoo Kim Berg), sowie die Tranceinduktion, Trancephänomene und Tranceexduktion, Unterschiedsbasierte Fragetechniken, das Utilisationsprinzip und Reframing ergänzen SySt® um die hypno-systemisch-lösungsfokussierte Grundlagen.

Im Rahmen der Syst®-Interventionspraxis machen die Teilnehmer erste konkrete Praxiserfahrungen:

  • Das Kennenlernen der Grundkategorien der vier Interventionsformen (Stellungsarbeit, Prozessarbeit, Probehandeln, Tests)
  • Die drei kostbaren Helfer; Verwirrung, Hilflosigkeit und Nichtwissen
  • Die Auftragsklärung und das hypnosystemisch-lösungsfokussiertes Interview als Grundlage für die Aufstellungsarbeit
  • Das Stellen und Abfragen eines ersten Bildes und Echo-Geben
  • Das dynamisches Ankern des Lösungsbildes

Das Reflektieren und Verorten der Lerninhalte auf der Trigon-OE-Landkarte schlägt immer wieder praxisorientiert den Bogen zur Organisationsentwicklung.

Modul 2: Erste Bilder stellen, Miniaturen, Integrationsarbeit, Hypnotische Sprache und systemische Gestik

Grundlagen und SySt®-Grammatik werden vertieft mit Inhalten und Anwendungsbeispielen zum Strukturebenenwechsel, den SySt®-Systemprinzipien und den Basisformaten der Aufstellung des ausgeblendeten Themas (AAT) und der Problemaufstellung (PA). SySt®–Miniaturen als Teil des großen Ganzen oder für Einzelsettings.

Die hypno-systemisch-lösungsfokussierten Grundlagen der SySt® werden erweitert um das Seitenmodell nach Gunther Schmidt, die Altersregression, die  Alter-Ego-Methode und lösungsfokussierte Gesprächsführung mit der Problemdekonstruktion: Kompetenzen und Schätze finden, selbstwirksame Ziele formulieren und das Würdigen bisheriger Lösungsversuche.

Im Rahmen der SySt®-Interventionspraxis lernen die Teilnehmer:

  • Rituale zur Aufhebung von Kontextüberlagerungen und zur Einbeziehung von Ausgeschlossenem
  • Systemische Gestik, Arbeit mit der kataleptischen Hand
  • Hypnotische Sprache und rituelle Sätze
  • Arbeit mit jüngeren Anteilen und Zuständen
  • Aufstellungs-Sequenzen mit Stellungs-, Prozessarbeit und Experimenten erleben und üben

Modul 3: Wahlmöglichkeiten erhöhen, Ambivalenzen balancieren, Entscheidungen treffen und Krafträume erkunden

Grundlagen und SySt®-Grammatik werden erweitert um die Vertiefung Reihenfolge-Regel beim Stellen und entwickeln von Lösungsbildern, die Differenzierung in festes und freies Stellen von Orten, die vier Basisformate: Tetralemmaaufstellung (TLA), Multiple Entscheidungsaufstellung (MEA), Glaubenspolaritätenaufstellung (GPA) und die Wertequadrat-Aufstellung (WQA). Last but not least das Erleben und Nutzen unterschiedlicher Zeitkanäle (Iter und Flux).

Im Rahmen der hpnosystemisch-lösungsfokussierte Grundlagen der SySt® beleuchten wir die Ressourcen- und Kompetenzorientierung bei Erickson und in der Lösungsfokussierung und ihre Bedeutung für SySt®, sowie die Ambivalenzen und Spannungsfelder als Lösung verstehen. Kompetenzen- und Ressourcen-Räume werden bewusst gemacht.

Im Rahmen der SySt®-Interventionspraxis üben die Teilnehmer:

  • Logische Grundstrukturen als Ressourcenstärkung und zur Orientierung in verdeckter Arbeit nutzen
  • den Nutzen unerschöpflicher Quellen für belastete Situationen
  • das Rollenrückgaberitual
  • die Aufstellung-Sequenzen in mehreren Schritten mit den bisher eingeführten Formaten erleben und üben

Modul 4: Hinwendung zur Lösung – Lösungen finden und Wunderwege gehen

Die Grundlagen und SySt®-Grammatik werden um spezielle Basisformate erweitert: Gruppe der Lösungsfokussierten Systemischen Strukturaufstellungen (LfySt), Die Lösungsaufstellung (LA), Zielannäherungsaufstellung (ZAA), Die Neun- und die Zwölffelderaufstellung (9FA, 12FA). Drei weitere Interventionen ergänzen diesen Syst®-Lernblock: Das Lösungsgeometrische Interview (LGI), Skalenarbeit nach SySt® – Unterschiedsbasiertes Arbeiten mit der Skala und die Konfliktaufstellung (KonflA).

Die hypno-systemisch-lösungsfokussierten Grundlagen der SySt® werden erweitert um die „Wittgensteinbrücke“ oder die „Brücke des Als-ob“ – von der Problemwelt in die Lösungswelt, Das Wunder und die Wunderfrage, Zeit als Ort – Pseudoorientierung in der Zeit und die Trance-Induktionen systematisch aufbauen und vertiefen.

SySt®-Interventionspraxiserfahrungen werden vertieft anhand:

  • Prototypische Formate stellen
  • Arbeit mit Zeitlininen
  • Aufstellungs-Sequenzen in mehreren Schritten mit den bisher eingeführten Formaten erleben und üben

An dieses Modul schließt sich der erste Supervisionstag an.

Modul 5: Von Personen- und Teamstrukturaufstellungen bis zur Organisationsentwicklung

Grundlagen und SySt®-Grammatik werden erweitert um die SySt®-Ausgleichsprinzipien, Personensystemaufstellungen (PSA), Familienstrukturaufstellungen (FSA), Organisationsstrukturaufstellungen (OSA), Teamstrukturaufstellung (TSA) und die teaminterne Teamaufstellung

(TITAN) sowie die Supervisionsaufstellungen (SVA) und Multifokale Strukturaufstellungen. Die Trigon-OE-Landkarte mit  Systemkonzept, Entwicklungsphasen und Basisprozesse in der Aufstellungsarbeit und daraus abgeleitete Aufstellungsformate werden integriert.

Die hypnosystemisch-lösungsfokussierten Grundlagen der SySt® erweitern sich um die Lastenrückgabe- und Ressourcenstärkungsritual und die Selbstfürsorge für Gastgebende.

Im Rahmen der SySt®-Interventionspraxis fokussieren wir auf:

  • Aufstellungen für Team – und Organisationskontexte durchführen
  • Aufstellungen für mehrere Foki, z.B. Arbeit mit Paaren
  • Nachbesprechung und Transfer von Strukturaufstellungen

Modul 6: Integration der Inhalte, Transfer des eigenen Lernens, Kompetenznachweis

Vor diesem Abschlussmodul schließt der zweite Supervisionstag an. Im Abschlussmodul führen die Teilnehmenden je eine systemische Strukturaufstellung für einen eigenen Klienten durch. Diese wird von der Lehrgangsgruppe und der Lehrgangsleitung kritisch gewürdigt und diskutiert.

Die selbst durchgeführte systemische Strukturaufstellung bildet den Kompetenznachweis und ist neben der 80%igen Anwesenheit in der Fortbildung Voraussetzung für die Erteilung des Zertifikats.